
Buzz-Auftakt von Heike Leinhäuser
KI ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist mitten in der Unternehmenskommunikation angekommen. Doch je schneller sich Technologien weiterentwickeln, desto wichtiger wird eine Frage: Wie lässt sich dieser Fortschritt so nutzen, dass er nicht nur vermeintlich Zeit und Kosten einspart, sondern echten Mehrwert schafft?
Die vergangenen Monate haben eines deutlich gezeigt: KI kann vieles. Sie beschleunigt Prozesse, eröffnet neue Möglichkeiten und verändert gewohnte Abläufe spürbar.
Gleichzeitig liegt auf der Hand, dass Technologie allein noch keine überzeugende Kommunikation hervorbringt. Entscheidend ist, wie sie eingesetzt wird – und auf welcher Grundlage. Denn ohne eine klare sprachliche Linie, ohne konsistente Daten und ohne menschliche Expertise bleibt vieles Stückwerk.
Wir bei Leinhäuser verbinden technologische Möglichkeiten mit dem, was Kommunikation wirklich trägt: Struktur, Erfahrung und sprachliches Feingefühl.
In unserer aktuellen Buzz-Ausgabe werfen wir deshalb einen eingehenden Blick auf das Zusammenspiel von KI und Corporate Language. Im Spotlight zeigen wir, wie sich mit unserem neuen KI-Self-Service-Portal GATEWAYAI markenkonforme Übersetzungen auf eine neue Ebene heben lassen – nicht als Selbstzweck, sondern als konsequente Weiterentwicklung bestehender Sprachprozesse.
In den Trends erweitern wir das Blickfeld noch einmal: Wir beleuchten, warum Corporate Language die Grundlage für konsistente Kommunikation bildet, wie KI im Audiovideo-Bereich sinnvoll eingesetzt werden kann und weshalb Dolmetschen trotz technologischer Fortschritte eine Disziplin bleibt, in der der Mensch nach wie vor den entscheidenden Unterschied macht.
Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre.
Ihre Heike Leinhäuser
Leinhäuser GATEWAYAI – unsere KI trifft Ihren Markenton
Markanter Gesang, eingängige Beats und ein unverwechselbarer Stil – meist reicht schon der erste Takt und das geschulte Ohr hört sofort heraus, welche Band hinter dem Song steckt.
Starke Markenkommunikation funktioniert nach dem gleichen Prinzip, denn auch Texte haben ihren ganz eigenen Sound. Doch wie bleibt der charakteristische Klang über Sprachen, Formate oder Kanäle hinweg erhalten? Mit Leinhäuser GATEWAYAI spielt die KI nicht willkürlich drauf los, sondern folgt einer bestimmten Partitur. Und diese Partitur ist Ihre Corporate Language.
Der perfekte Song entsteht selten zufällig. Melodie, Rhythmus, Arrangement – alles ist durchdacht miteinander verflochten. Ähnlich verhält es sich bei Sprache: Der Wiedererkennungswert einer Markenstimme ergibt sich erst aus einem harmonischen Zusammenspiel verschiedener Elemente. In der Übersetzung sind das unter anderem Satzdatenbanken, Glossare und Styleguides – also all das, was Ihre Corporate Language ausmacht. Leinhäuser GATEWAYAI greift aktiv auf diese Instrumente zu und bringt sie gekonnt in Einklang.
Das Resultat ist kein improvisierter Text, sondern eine fein abgestimmte Komposition aus klar definierten Begrifflichkeiten, etablierten Formulierungen und konsistenter Tonalität. Kurz: Ihre Markenstimme bleibt erhalten, auch wenn sich Sprache und Kontext ändern.
Social Media dient als gutes Beispiel, schließlich kommt es hier häufiger als in anderen Bereichen neben einem schnellen Takt insbesondere auch auf ein stimmiges Gesamtwerk an. Über Leinhäuser GATEWAYAI haben Sie rund um die Uhr Zugriff auf eine KI, die nicht einfach nur übersetzt, sondern genau nach Ihren Noten spielt. Anhand gezielter Prompts legen Sie zusätzlich fest, wie pointiert, emotional oder sachlich die Tonart ausfallen soll.
Damit all das funktioniert, braucht es mehr als Technologie. Hinter der Bühne kümmern wir uns um die Pflege Ihrer sprachlichen Ressourcen und stehen über die optionalen Leinhäuser Managed Services direkt als Background-Verstärkung bereit – ganz im Sinne unseres „Human in the Loop“-Ansatzes.
Bei unserem virtuellen Event im März haben wir unser KI-Self-Service-Portal bereits vor einem großen, gemischten Publikum präsentiert. Da das Interesse nach wie vor ungebrochen ist, bieten wir nun auch individuelle Demo-Sessions an. Unser Team lädt Sie herzlich zu einer unverbindlichen Show unseres neuen KI-Orchesters ein, bei der wir als selbstverständliche Zugabe auf alle Ihre Fragen eingehen. Setzen Sie sich gleich mit uns in Verbindung!
Corporate Language – das A und O für eine unverwechselbare Markenstimme
Corporate Language ist in aller Munde – zumindest sollte sie das sein. Schließlich trägt nicht nur ein markantes Logo oder ein charakteristisches Design zum Wiedererkennungswert bei, sondern auch eine einheitliche Markenstimme.
So weit, so logisch. Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Wie gelingt das? Bei Leinhäuser Language Services kennen wir die Antwort.
Corporate Language ist die sprachliche Handschrift eines Unternehmens. Sie umfasst alles, was Texte über ihren reinen Informationsgehalt hinaus prägt, darunter Wortwahl, Tonalität und Stil. Ob sachlich und präzise oder nahbar und dialogorientiert – je einheitlicher die Kommunikation, desto konsistenter die Markenwahrnehmung.
Entwickelt wird diese Handschrift nicht von heute auf morgen. Sie entsteht im Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven. Das Marketing-Team bringt das Gefühl für die Marke ein, Fachabteilungen liefern die inhaltliche Tiefe und linguistische Expertise sorgt für ein stimmiges Gesamtbild. Das Ergebnis ist kein starres Regelwerk, sondern ein eindeutig definiertes sprachliches Profil, das Orientierung gibt und gleichzeitig flexibel genug für verschiedene Kontexte bleibt.
Der Mehrwert zeigt sich im Alltag. Texte wirken geschlossener, Botschaften kommen klarer zum Ausdruck, der Abstimmungsaufwand sinkt. All dies mündet in das, was starke Marken auszeichnet: Wiedererkennung. Inhalte müssen nicht jedes Mal neu „erfunden“ werden, sondern bauen auf einer gemeinsamen Basis auf.
Spannend wird es, sobald mehrere Sprachen ins Spiel kommen. Denn hier reicht es nicht, Inhalte lediglich wörtlich zu übertragen. Die Markenstimme muss auch in der Übersetzung eindeutig zu hören sein, und das ist oft die größte Herausforderung. Ohne eine fundierte Grundlage ergeben sich schnell Abweichungen: feststehende Begrifflichkeiten werden nicht durchgehend einheitlich verwendet, Formulierungen verlieren an Schärfe und Texte wirken plötzlich weniger vertraut.
Damit das nicht passiert, werden die aufgestellten Corporate-Language-Regeln in konkrete Werkzeuge überführt. Glossare legen fest, welche Begriffe gesetzt sind. Satzdatenbanken dokumentieren bewährte Formulierungen. Styleguides geben die Richtung für Tonalität und Stil vor. Zusammengenommen bilden diese Tools sozusagen das kollektive Sprachgedächtnis eines Unternehmen: eine verbindliche Referenz, an der sich alle Beteiligten für ein konsistentes Ergebnis orientieren können.
Damit diese Konsistenz nicht nur auf dem Papier besteht, sondern sich auch in skalierbaren Prozessen widerspiegelt, braucht es die passende technologische Einbindung. Genau hier knüpft GATEWAYAI an: indem es bestehende Sprachressourcen gezielt nutzt und in den Übersetzungsprozess integriert.
So wird Corporate Language nicht nur definiert, sondern automatisch in jedem einzelnen Text wirksam.
Sie möchten mehr über GATEWAYAI und den Aufbau von markenkonformen Sprachressourcen erfahren? Unser Team freut sich auf Ihre Nachricht.
AV-Übersetzung mit KI: vom ersten Entwurf zum Feinschliff
Künstliche Intelligenz kann heute Untertitel erstellen, Sprechertexte und Stimmen generieren und Audiospuren verschriftlichen – alles in Rekordzeit. Klingt nach Selbstläufer? Ganz so einfach ist es nicht. Warum der Mensch weiterhin eine zentrale Rolle spielt und wie sich Technologie und linguistische Expertise sinnvoll ergänzen, zeigt ein Blick hinter die Kulissen moderner Audiovideo-Prozesse.
Der AV-Bereich lebt von Timing. Audio- und Videospuren sowie Texteinblendungen müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, sonst wirkt selbst die beste Produktion schnell unrund. Künstliche Intelligenz beschleunigt viele Prozesse, die bisher sehr zeitintensiv waren, und schafft so neue Spielräume in der Umsetzung.
KI-gestützte Tools sind beispielsweise in der Lage, Audiospuren innerhalb kürzester Zeit in Text zu überführen. Diese Transkripte bilden die Grundlage für Untertitel – und damit für einen zentralen Baustein barrierefreier und internationaler Kommunikation. Doch so leistungsfähig die Systeme auch sind, ganz ohne Nachbearbeitung geht es nicht. Dialekte, Sprecherwechsel oder Feinheiten im Ausdruck erfordern nach wie vor ein geschultes Auge und Ohr. Erst durch das anschließende humane Editing entsteht ein Resultat, das sowohl inhaltlich als auch stilistisch überzeugt.
Ähnlich verhält es sich bei der Erstellung von Untertiteln in der Ausgangssprache. Die KI fertigt eine schnelle erste Fassung an und reicht den Staffelstab danach ans menschliche Team weiter, das den Text inhaltlich überprüft, an die formalen Vorgaben anpasst und auf das Timing abstimmt. Denn gerade im AV-Bereich gilt: Ein Untertitel muss nicht nur sprachlich korrekt sein, sondern auch im richtigen Moment auf dem Bildschirm erscheinen.
Ein weiterer Bereich, in dem KI zunehmend zum Einsatz kommt, ist die Vertonung. Aus der Audiospur des Originalvideos wird zunächst der ausgangssprachliche Sprechertext generiert. Auf dieser Basis fertigt die KI im nächsten Schritt die Übersetzung an. Doch damit ist der Prozess noch nicht abgeschlossen.
Denn ein Sprechertext muss mehr leisten als inhaltliche Richtigkeit. Er muss sich gut sprechen lassen, im Timing funktionieren und zur Bildsprache passen. An dieser Stelle kommt der Faktor Mensch wieder ins Spiel: Formulierungen werden geglättet, Übergänge geschärft und der Text so angepasst, dass er sich natürlich ins Gesamtbild einfügt.
Auch bei der Vertonung selbst bleibt Raum für humane Feinabstimmung: Welche Stimme passt zum Inhalt? Und wie werden einzelne Passagen getaktet – soll der Satz in zehn oder zwanzig Sekunden gesprochen werden? Solche Entscheidungen machen letztendlich den Unterschied zwischen einem technisch korrekten und einem wirklich stimmigen Ergebnis.
Corporate Language bleibt dabei ein fester Bestandteil des Prozesses. Bei Untertitelprojekten kann sie direkt eingebunden werden – etwa über Glossare und Satzdatenbanken im Übersetzungstool. Beim Editing von KI-basierten Vertonungen dienen die gleichen Ressourcen als separates Nachschlagewerk für Begrifflichkeiten, Formulierungen und Tonalität.
Der entscheidende Punkt ist und bleibt jedoch: Die KI liefert Geschwindigkeit und Skalierbarkeit. Der Mensch sorgt dafür, dass sich alles harmonisch zusammenfügt. Dieser „Human in the Loop“-Ansatz stellt sicher, dass automatisierte Abläufe nicht zu Kompromissen führen, sondern zu Ergebnissen, die auch qualitativ überzeugen.
Oder anders gesagt: Die Technik gibt das Tempo vor – den Takt bestimmt weiterhin der Mensch.
Sie benötigen professionelle Unterstützung für Ihr nächstes AV-Projekt? Das erfahrene Team von Leinhäuser Language Services berät Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.
Dolmetschen und KI: wenn keine Zeit für eine zweite Chance bleibt
Gesprochene Sprache folgt ihren eigenen Regeln. Sie ist flüchtig, vielschichtig und selten perfekt formuliert. Genau das macht das Dolmetschen so anspruchsvoll. Schließlich müssen sämtliche Informationen und Nuancen in Echtzeit erfasst, eingeordnet und verständlich übertragen werden.
Künstliche Intelligenz kann diesen Prozess in mancher Hinsicht zwar unterstützen, doch die ihre Möglichkeiten sind begrenzt. Wo diese Grenzen liegen und warum der Mensch unersetzlich bleibt, erfahren Sie im Folgenden.
Dolmetschen ist eine Disziplin der besonderen Art. Anders als beim Übersetzen gibt es keinen festen Text, auf den zurückgegriffen werden kann. Das gesprochene Wort entsteht im Moment – mit Pausen, Versprechern, unvollständigen Sätzen und spontanen Gedankensprüngen. Die Herausforderung könnte kaum größer sein.
Wer dolmetscht, hört nicht nur zu, sondern filtert, strukturiert und interpretiert gleichzeitig. Inhalte werden eingeordnet, Bedeutungen erschlossen, Unklarheiten gedanklich ergänzt – alles in Echtzeit. Während KI-Systeme in erster Linie Wahrscheinlichkeiten berechnen, treffen Dolmetscherinnen und Dolmetscher fortlaufend Entscheidungen.
KI-gestütztes Dolmetschen durchläuft in technischer Hinsicht mehrere Schritte: Das Gesprochene wird zunächst transkribiert, anschließend übersetzt und danach wieder ausgegeben – als Stimme oder Untertitel. Klingt effizient, bringt aber einige Stolpersteine mit sich.
Schon die Spracherkennung ist anfällig. Dialekte, Akzente, Hintergrundgeräusche oder eine undeutliche Aussprache können dazu führen, dass Inhalte falsch erfasst werden – und damit die gesamte Übersetzung auf einer fehlerhaften Grundlage basiert. Hinzu kommt: KI überträgt häufig sehr nah am Wortlaut. Redundanzen, Versprecher oder unklare Formulierungen werden nicht hinterfragt, sondern unverändert weitergegeben.
Was dabei oft verloren geht, sind eben die Nuancen, die Kommunikation ausmachen. Ironie, kulturelle Anspielungen oder implizite Bedeutungen lassen sich nun mal nicht zuverlässig aus reinen Daten ableiten. Zudem ist die KI nicht in der Lage, Inhalte situativ zu gewichten – also selbst festzulegen, was wichtig ist und was nicht.
Dolmetscherinnen und Dolmetscher arbeiten hier anders. Sie hören, was zwischen den Zeilen gesagt wird, verdichten Inhalte und passen sie an den Kontext an. Gerade in sensiblen oder komplexen Situationen – etwa bei Verhandlungen, Präsentationen oder öffentlichen Auftritten – ist dies von wesentlicher Bedeutung.
Das heißt jedoch nicht, dass KI im Dolmetschumfeld gar keine Rolle spielt. Im Gegenteil: Insbesondere im Zuge der Vorbereitung auf einen Dolmetscheinsatz kann sie wertvolle Unterstützung leisten. Fachbegriffe lassen sich schneller recherchieren, Hintergrundinformationen können effizient aufbereitet werden und maschinelle Übersetzungen von Referenzmaterialien dienen als erste Orientierung. Auch dort, wo Inhalte klar, einfach und vorhersehbar sind, kann KI punktuell eingesetzt werden – etwa bei kurzen Ansagen oder standardisierten Abläufen.
Entscheidend ist die richtige Einordnung. KI kann Prozesse unterstützen und beschleunigen – aber sie ersetzt nicht die Fähigkeit, gesprochene Sprache in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen und sinnvoll zu übertragen.
Mittlerweile mag es zwar nur noch wenige Bereiche geben, in denen der Mensch der Maschine in jeglicher Hinsicht überlegen bleibt, doch das Dolmetschen gehört definitiv dazu.
Sie veranstalten demnächst ein internationales Event und möchten sicherstellen, dass Ihre Gäste nicht nur verstehen, sondern auch verstanden werden? Als ein führendes Unternehmen für mehrsprachige Kommunikation zählen Dolmetschservices ebenfalls zum umfassenden Leistungsportfolio von Leinhäuser. Sprechen Sie uns gerne an.
360°-Updates
- Auf unserer Website finden Sie die wichtigsten Informationen zu GATEWAYAI auf einen Blick.
- Warum die KI kein Ersatz für menschliche Expertise ist, erklären wir in diesem Blog.
- Ob und wie KI und Datenschutz zusammenpassen, erfahren Sie hier.
- Kein konkretes KI-Thema, aber trotzdem wissenswert: Terminologie als strategischer Erfolgsfaktor.
- Ebenfalls interessant: Im Interview verrät Heike Leinhäuser, warum in der Finanzkommunikation die eigentliche Herausforderung jenseits der Übersetzung liegt.
Die Vorfreude kann beginnen
Im Herbst setzen wir unsere beliebte DonnersTALK-Reihe fort – und dieses Mal dreht sich alles um die Zukunft der Unternehmenskommunikation.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Corporate Language, KI und konkrete Anwendungsszenarien durchdacht miteinander verbinden lassen. Mit GATEWAYAI haben wir dafür bereits die Weichen gestellt – bis zum Event werden wir noch tiefer in die Praxis eintauchen und freuen uns schon auf den Erfahrungsaustausch.
Termin und Agenda folgen!


